Pädagogik bei Krankheit

Art und Schwere der Erkrankung sind bei unseren Schülern in großem Maße unterschiedlich und werden bei den Anforderungen immer berücksichtigt.  Ein wichtiges Prinzip von Pädagogik bei Krankheit ist der Unterricht nach dem Lernvermögen des Schülers.

Wir unterrichten hauptsächlich die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Das Ziel, den Anschluss an die Klasse zu halten, kann unter günstigen Voraussetzungen und mit Unterstützung der Stammschule erreicht werden.  Bei uns können auch Leistungsnachweise geschrieben werden. Wir entlassen zeitgleich mit der Klinik unsere Schüler und in den meisten Fällen gehen sie zurück in ihre Schule.

Besuchen die Schüler bis zum Zeugnistermin ausschließlich die Schule für Kranke, erstellen wir für Grund-, Mittel- und Förderschulen eine Zwischeninformation, ein Zwischenzeugnis, ein Übertrittzeugnis, ein Jahreszeugnis oder führen ein Lernentwicklungsgespräch. In allen anderen Fällen stellt die Stammschule das Zeugnis ggf. unter Berücksichtigung unseres Vorschlags aus.

Die Schule geht in ihrem Unterricht auf die Besonderheiten der Krankheitsbilder und ihrer Auswirkungen ein, bietet emotionale und psychische Entlastung und unterstützt zudem im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Behandlungsziele der Therapeuten. Dazu gehört auch die Unterstützung im positiven Umgang mit der Krankheit.

Krankheiten und Krankheitsverläufe sind oft langwierig und belastend. Viele unserer Schüler kommen oft schon mit Schulproblemen zu uns, die sich einhergehend mit der Erkrankung manchmal schon seit Jahren hinziehen. Wenn die schulische Leistungsfähigkeit nicht nur vorübergehend beeinträchtigt ist, wenn sich eine generelle Überforderung zeigt oder wenn sich ein besonderer Förderbedarf herausstellt, reduzieren wir die Anforderungen entsprechend. Dabei stützen wir uns auf unsere pädagogische Diagnostik und auf die Beobachtung von Lernen, Sozialverhalten und Leistungsvermögen ebenso wie auf die Erkenntnisse der Klinik. Auf dieser Basis bauen dann Erziehung und Unterricht auf.